Foto Epos - Gran Canaria



Die Insel Gran Canaria ist bislang als traumhaftes Reiseziel für outdoor-Begeisterte weniger bekannt. Mit ihrem ganzjährig traumhaften Wetter, den ausgedehnten Stränden und zahlreichen komfortablen Hotelanlagen ist die Insel verschrien, ein Magnet für alternde Pauschaltouristen zu sein. Dabei hat das zerklüftete Eiland viel mehr zu bieten: Eine atemberaubende Landschaft geprägt durch Vulkanismus, leise rauschende Kiefernwälder in den Gipfelregionen, die Möglichkeit, mikroklimatische Phänomene hautnah zu erleben, grüne Hänge im Norden gesprenkelt mit weiß blühenden Mandelbäumen, saftige Blumenwiesen, anspruchsvolle Wellen für Surfer und eine pulsierende spanische Großstadt mit einem Hauch von südamerikanischem Flair. Bei Rennrad-Profiteams ist Gran Canaria für die Wintervorbereitung längst kein Geheimtipp mehr. Doch auch Mountainbikern eröffnen sich bei genauem Hinsehen Singletrail-Tiefenmeter erster Güte: Mal technisch anspruchsvoll, mal flowig. Das Bouldern scheint dagegen - abgesehen von einer kleinen Szene von Locals - bisher ein Nischendasein zu fristen. Dabei liegen hunderte Blöcke mit guter Felsqualität in fast jedem barranco. Weitestgehend sind diese noch unangetastet. Lediglich ein kleines Gebiet im Süden der Insel mit quasi Sonnenscheingarantie mach da eine Ausnahme. Hier hat die lokale Szene ein paar feine Linien definiert. Wir haben Gran Canaria in Bezug auf Mountainbiken und Bouldern genauer unter die sprichwörtliche Lupe genommen.




Solche Ausblicke bedürfen nicht vieler Worte. Die zerklüftete Berglandschaft Gran Canarias ist einfach wunderschön.


Unsere Base im Viertel "Guanarteme" in Las Palmas de Gran Canaria.


Blick auf die erste Boulder-Aufwärmsession im "Barranco de Mogan".


„Porcasí“ (FB 6A+) ist ein schöner Mantle, der je nach Belieben von rechts kommend um eine Traverse verlängert werden kann.


Die untergehende Sonne wirft ihre letzten Strahlen auf das erste Mini-Boulder-Projekt des Urlaubs - „Porcasí“ wird ein knackiger Sitzstart mit kleiner Leiste und Zwei-Fingerloch. Dann als quasi Ein-Zug-Problem bis zum Mantle und raus.


Die Pyramide - Ein herausragender Block im Gebiet mit magischer Anziehungskraft und verschiedenen Routen bis FB 7c.


Auf dem Weg zum Startpunkt im Dorf „San Bartolome de Tirajana“ für die Große Gipfeltour hoch auf das Dach der Insel.


Hufeisenserpentine - Die gut ausgebauten Straßen winden sich in zahlreichen Kurven durch die bizarren Bergregionen und machen Transfers in die Bergdörfer teilweise zu recht zeitintensiven Unternehmen.


Kurze Auszeit in einer windgeschützten Nische unterhalb der Passstraße, bevor die letzten Höhenmeter in Angriff genommen werden.


Schnee auf den Kanaren? Ja, Schnee. In den Gipfelregionen auf bis zu knapp 2000 m über Meeresniveau ist das Ende Februar kein Ding der Unmöglichkeit.


„Pico de las Nieves“: Der höchste Punkt der Insel mit 1949 m über Meeresniveau. Heftiger Wind & eisige Temperaturen inklusive, dafür vor lauter Wolken keine freie Sicht auf die uns zu Füßen liegende Insel.


Verdiente „Gipfel“-Coca verspätet auf der Abfahrt. Auf dem Gipfel war es schlichtweg zu ungemütlich für eine Pause.


Wunderschön angelegter Trail, der Teil des Jakobswegs hier auf den Kanaren ist. Sicherlich auch zu Fuß ein tolles Abenteuer.


Die untergehende Sonne zaubert tolle Kontraste in das Zentralmassiv der Insel. Hier ist oft eine beeindruckende Wolkenwalze zu beobachten. Im Nordöstlichen Gebirgsteil der Insel kondensiert die feuchtwarme Luft durch den Passat herantransportiert in den Bergen. Hinter der Gipfellinie lösen sich die Wolken durch Absinken der Luft wieder auf.


Daumen Hoch! Erschöpft, aber mit dem glücklichen Gesichtsausdruck verursacht durch einen höhenmetergesegneten Mountainbiketag.


Der sehr konstante Nordost-Passatwind macht die Nordküste Gran Canarias zu einem Gunststandort für Windkraft.


„El Frontòn“ wird die berüchtigte, im Halbkreis brechende Welle im Norden der Insel genannt. Der Spot ist regelmäßig Schauplatz diverser Wettkämpfe für Surfer und Bodyboarder, auch auf Weltcup-Niveau.


Die beeindruckendste Linie des Blockes, gerade hoch durch die Mitte der leicht überhängenden Wand („La Piramide“, FB 7C), war leider dieses mal nicht drin - aber der nächste Trip kommt bestimmt. Die rechte Kante („Cateto“, FB 6B) konnte dagegen bezwungen werden.


Mal wieder auf der Suche nach einer Route - Der durch die Locals netterweise zur Verfügung gestellte Boulderführer war Gold wert. Auch wenn die Bewertungen insbesondere bei den älteren Linien sehr wohlwollend anmuten.


Der Boulder „Parking“ wurde kurzerhand umbenannt, inspiriert durch einen Radiosong: „Caballero Mejor“ (FB 6c).


Das Bouldermekka Gran Canarias in seiner vollen Pracht: Lichte Kiefernwälder und schroffe Felswände im „Barranco de Mogan“.


Eine Linie entlang der scharfen Blockkante mit anschließendem Ausstieg bei bestem Wetter - Was will man mehr? ,,Ensalada China" (FB 6C+).


Der Soundtrack des Trips - The Beatles.


Startpunk des Downhills in Richtung Norden bis runter nach „Teror“. Theoretsich kann man den Pfad aber bis ganz runter an die Küste nach „Las Palmas“ fahren.


Das Foto-Equipment muss natürlich auch wieder runter ins Tal. Gerne dann auch auf dem richtigen Weg per Mountainbike die abwechslungsreichen und zum Teil sehr anspruchsvollen Trails runter - Hinterradversetzen inklusive.


Saftige Hänge im Norden der Insel. Wer hier keine Lust auf Sport bekommt, dem ist nicht zu helfen.


Gipfelglück am „Cruz Chica“ mit Blick auf das Wahrzeichen der Insel, den „Roque Nublo“.


Nach der Tour muss natürlich zuerst der Kohlenhydrathaushalt wieder auf Vordermann gebracht werden.


Neben verblockten Wegen auf vulkanischen Böden, die herzen von technikliebenden Bikerinnen und Bikern höher schlagen lassen, ist auch flowiges Trailsurfen möglich, insbesondere an den Nordhängen Gran Canarias.


War 'ne gute Zeit!


„La Palmera“: Der Name der Linie ist Programm (FB 7a+).


Zum Abschluss noch ein paar Versuche an einem großen Block mit kleinen Leisten - "Potaje de Regletas". Je nach Startpunkt FB 7A+ oder 7C. Leider bleibt auch diese Linie von uns bis auf Weiteres unbezwungen...





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